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Stiftpalast: Produkttest Stifte&Co

Werbung, unbezahlt | Jede*r Rollenspieler*in kennt das: Bleistifte, Marker, Kugelschreiber, Buntstifte, Filzstifte, Fineliner, Füllfederhalter&Co rollen auf dem Spieltisch umher, zeichnen, schreiben, skizzieren und markieren hin und wieder auch Landmarken auf Battlemaps.
Wer sich nicht ausschließlich digitaler Medien bedient, um seine Spielrunde zu gestalten und am Spieltisch nicht nur auf Tablet und Laptop setzt, verwendet ganz sicher Stifte
Wer nicht gerade bei sich zu Hause spielt, muss seine Stifte zu Spielrunde oder Con transportieren und kann dazu natürlich auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen: Stifte können in Federmäppchen, sogenannten Schlampermäppchen, in Plastikbeuteln oder Stofftaschen, in Hosentaschen oder bei ausreichender Kürze sogar im Würfelbeutel transportiert werden.

Vielleicht hast Du noch nicht die für Dich ideale Möglichkeit gefunden, um Deine Stifte beim Transport zu verpacken. Oder vielleicht sammelst Du Unmengen an Stiften kollektiv in einem großen Beutel und musst dann am Spieltisch Deine wichtigsten Stifte jedes Mal hervorkramen.

Eine interessante und stilvolle Variante eines Mäppchens, die es Dir ermöglicht, zumindest Deine wichtigsten Stifte direkt bei Deinen Spielunterlagen aufzubewahren und jederzeit griffbereit zu haben, bietet der deutsche Hersteller Stiftpalast
Ich durfte zwei Produkte kostenlos für Dich testen und freue mich, sie Dir in diesem Beitrag vorstellen zu dürfen.

Stiftpalast, Mäppchen, Janine im home office
Die beiden Mäppchen die ich testen durfte

Meine Stifte beim Rollenspiel

Ich verwende sowohl bei der Abenteuervorbereitung als auch am Spieltisch jede Menge Stifte und manchmal auch Pinsel. Dazu gesellen sich auch noch andere Dinge wie Spitzer, Radiergummi, Zirkel und Lineal.

Meine Stiftesammlung ist ziemlich umfangreich und reicht von mehreren Dutzend Buntstiften über Filz- und Copicmarker, von Kohle- und etlichen verschiedenen Bleistiften über Fineliner bis hin zu diversen Kugelschreibern, Text- und Whiteboardmarkern.

Über 200 Buntstifte, ca. 40 Fineliner, mindestens 30 Bleistifte, etwa 50 Filzstifte und Marker, ein Füllfederhalter, geschätzte zehn Kohlestifte, ungefähr 15 Schreibfedern und etwa 20 Pinsel hoffen regelmäßig auf ihren Einsatz beim Rollenspiel

Wenn ich zu Hause spielleite oder spiele, ist das überhaupt kein Problem. Die bunten Stifte liegen geordnet in einer großen Aufbewahrungsbox, die Bleistifte und Marker in einer Schublade und die benötigten Accessoires wie Radiergummi&Co befinden sich griffbereit an meinem Schreibtisch.

Wenn ich aber auswärts spiele oder gar auf Cons fahre, werfe ich meistens sämtliche Stifte die ich benötige (und auch die, von denen ich nur denke, dass ich sie benötigen könnte) mit ihrem gesamten Zubehör in eine große Stofftasche und nehme sie mit. Darunter befinden sich dann auch die Stifte, die ich dringend benötige, wie mein Lieblingsbleistift oder mein Füllfederhalter. Vor Ort bleibt mir dann nichts anderes übrig, als die Tasche voller Stifte bis zum Grund umzugraben in der Hoffnung, schnell auf meine bevorzugten Schreibutensilien zu stoßen. Ganz schön lästig …

Da demnächst wieder eine Runde außerhalb meiner Wohnung ansteht, kam es mir natürlich gerade recht, dass ich zwei der außergewöhnlichen Mäppchen von Stiftpalast testen durfte, um sie in diesem Beitrag vorzustellen.
Eines davon ist bereits fester Bestandteil meines Rollenspiel-Equipments geworden und freut sich schon auf seinen Einsatz.

Stiftpalast

Stiftpalast ist ein deutscher Hersteller von ungewöhnlichen Mäppchen und Stiftetuis, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, Artikel die in Deutschland produziert wurden, also „made in Germany“ sind, zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Familienunternehmen dessen kleine Manufaktur ihren Sitz in St. Goar hat.

Off topic: Wenn ich den Namen St. Goar lese, wird mir ganz warm ums Herz. Den kleinen Ort in Rheinland-Pfalz verbinde ich mit vielen wunderschönen Erlebnissen. Hier fahren Christian und ich jedes Mal durch, wenn wir zur Mittelrhein-Con nach Burg Stahleck in Bacharach fahren, hier liegt die Freiluftbühne der Loreley, auf der man großartige Konzerte erleben kann und vom gegenüberliegenden Örtchen St. Goarshausen aus startete vor einigen Jahren einmal eine großartige Rheinschifffahrt mit In Extremo an Bord und einem tollen Konzert auf den Ohren. Ich liebe St. Goar 🙂

Aber nun zurück zu Stiftpalast! Auf seiner Internetseite schreibt Inhaber Florian Egert, dass die verwendeten Materialien von hochwertiger Qualität sind und dass jedes einzelne Etui von Hand gefertigt wird.
Außerdem engagiert sich Stiftpalast auf sozialer Ebene: Für jeden Artikel, der über den Stiftpalast-Onlineshop verkauft wird, spendet die Manufaktur einen Euro an den Verein Kinderhilfswerk Dritte Welt e.V. Klasse!

Übrigens liefert Stiftpalast innerhalb Deutschlands versandkostenfrei, was ein toller und sehr entgegenkommender Service ist und – besonders bei einem noch jungen Unternehmen – auf keinen Fall als selbstverständlich angesehen werden kann!

Das Angebot der Manufaktur umfasst derzeit drei verschiedene Artikel.

#1 Ordnermäppchen

Hierbei handelt es sich um flache Mäppchen mit Klettverschluss an einer der kurzen Seiten und zwei Ringösen an einer der langen Seiten. Dadurch kann man sie bequem in einen handelsüblichen Ordner einheften und hat die Stifte jederzeit griffbereit.
Vier verschiedene Farben stehen derzeit zur Auswahl (Grau, Braun, Rot, Schwarz).
Es besteht komplett aus strapazierfähiger Baumwolle und ist entweder direkt bei Stiftpalast oder bei Amazon* (*Affiliate-Link) erhältlich.

Meinen Eindruck des Mäppchens erfährst Du weiter unten.

Das Ordnermäppchen kostet 11,90€.

Stiftpalast, Ordnermäppchen, Stifte

Mein Ordnermäppchen von Stiftpalast – in stilvollem Grau

#2 Federmäppchen

Hierbei handelt es sich um ein Mäppchen in einer Art Schlampermäppchen-Stil. Es wird zwar nicht in Rollenform hergestellt sondern eher flach wie ein Etui, aber es sammelt die Stifte alle durcheinander. Man kann es mittels Reißverschluss öffnen.
Aktuell stehen vier verschiedene Farbausführungen zur Auswahl (Grau, Schwarz, Schwarz mit grünem Reißverschluss, Schwarz mit hellblauem Reißverschluss).
Das Mäppchen besteht zu 100% aus Baumwolle und hat folgende Maße: 20,5x10x0,5cm. Wie viele Stifte hineinpassen, kann ich Dir nicht sagen, da ich dieses Mäppchen nicht getestet habe.
Es ist erhältlich bei Stiftpalast oder bei Amazon* (*Affiliate-Link) und kostet 7,90€.

#3 Stiftetuis

Hierbei handelt es sich um edle Lederetuis für einzelne Stifte. Es gibt nur eine Farbausführung, nämlich dunkles Braun. Ich konnte auf der Internetseite leider nicht ermitteln, um welche Art von Leder es sich handelt, aber es wird garantiert, dass das Etui zu 100% aus Leder hergestellt wird.
Vegetarier und Veganer greifen für ihre Stifte also besser auf die anderen beiden Mäppchen zurück.
Das Etui ist erhältlich bei Stiftpalast oder Amazon* (*Affiliate-Link) und kostet 9,90€.

Wie mir das Etui gefallen hat, erfährst Du weiter unten.

Edit: Inzwischen weiß ich, aus welchem Leder das Etui hergestellt wird. Es handelt sich um Fettleder, bzw. um sogenanntes „Crazy Horse“ Rindsleder.

Stiftpalast, Stifte, Lederetui
Das Lederetui kommt in einer hübschen Geschenkschachtel aus Karton

Das Ordnermäppchen

Das Ordnermäppchen von Stiftpalast besteht außen aus einem jeansartigen Baumwollstoff und innen aus einem etwas leichteren Baumwollstoff. In meinem Fall ist das Mäppchen außen Grau und innen Schwarz. Es kann oben mit einer Lasche geöffnet bzw. mit einem Klettverschluss verschlossen werden und besitzt an der linken Seite zwei metallverstärke Ösen mit denen man das Mäppchen in einen Ordner einheften kann.
Am Ende der Lasche befindet sich ein Logoeinnäher des Herstellers.

Stiftpalast, Stifte, Ordnermäppchen
Auf  der Produktbeilage steht, dass man das Mäppchen von Hand waschen kann

Mein erster Eindruck

Das Material und die Verarbeitung fühlen sich angenehm und hochwertig an. Auch die Ösen sind sehr gut und stabil in den Stoff eingebracht.
Besonders fiel mir auf, dass mir beim Öffnen der Verpackung kein unangenehmer Chemiegeruch entgegen strömte, wie man es durchaus von einigen Produkten aus Fernost gewöhnt ist.
Schade finde ich, dass das Mäppchen in einer Kunststofffolie eingeschweißt war – eine Lösung aus Papier oder der Komplette Verzicht auf eine Außenverpackung würden mir mehr zusagen. Den beiliegenden Flyer könnte man ja beispielsweise auch an einer Woll- oder Leinen-Schnur an den Ösen befestigen.

Mein Test

Stiftpalast, Stifte, Ordnermäppchen
Das Ordnermäppchen in meinem Rollenspiel-Ordner

In meiner Rolle als Spielerin verwende ich handelsübliche A4-Ordner, um die Unterlagen und Charakterbögen meiner Rollenspielfiguren zu sammeln und zu sortieren. Charaktere die ich lange spiele, besitzen dabei eigene Ordner während ich andere Unterlagen in gemischten Ordnern sammele.

Einen dieser Ordner habe ich hergenommen, um das Ordnermäppchen auszutesten. Es ließ sich ohne Mühe einheften, spannte und bog sich nicht, war also perfekt auf die genormten Abstände und Bügelstärken hin angefertigt.
Ich habe beispielhaft ein paar Stifte hineingesteckt (für das Foto habe ich sie ein wenig hervorstehen lassen, damit Du sie besser sehen kannst) und ausprobiert, welche Stifte wie gut hineinpassen.

Für welche Stifte ist das Ordnermäppchen geeignet?

Mein Füllfederhalter und meine Kugelschreiber passen anstandslos hinein. Da mein Füller relativ dick ist, nahm er natürlich schon einigen Raum im Mäppchen ein. Die anderen Stifte fanden aber problemlos neben ihm Platz und ich hätte noch zwei oder drei weitere schlanke Stifte hinzu stecken können. Dann allerdings hätte sich das Mäppchen bauchig gewölbt, was bei ausreichendem Platz im Ordner natürlich nicht schlimm wäre.

Die beiden Bleistifte, die ich für Test und Foto hergenommen habe, sind unangespitzte neue Bleistifte die folglich noch über ihre ursprüngliche Länge verfügen. Und diese passten nicht in das Mäppchen hinein. Also sie passten schon, waren aber so lang, dass man die Lasche über ihnen nicht mehr schließen konnte.
Nun könnte man natürlich sagen, dass man gewöhnlich keine unangespitzten Bleistifte mitnimmt und angespitzte, etwas gekürzte Stifte mühelos in das Mäppchen passen werden. Mich wurmt diese Tatsache aber trotzdem ein wenig und zwar aus folgendem Grund: Ich habe mir aus verschiedenen Urlaubsländern immer gern besondere Stifte mitgenommen. Gerade zum Beispiel in Japan findet man ein beeindruckendes Arsenal an Linern und Markern aus dem Mangaka-Sektor, welche ich oft und gern zum Skizzieren und Zeichnen verwende.
Diese Stifte erfüllen natürlich keinerlei DIN-Norm und sind zuweilen mal länger, mal kürzer als handelsübliche Stifte aus Deutschland oder Europa. Ich fände es schön, wenn ich auch diese Stifte in das Ordnermäppchen stecken könnte.

Die Maße des Ordnermäppchens

Stiftpalast gibt die Maße des Ordnermäppchens mit 19,5x8x0,5cm an. Nach meiner Messung sollten Stifte höchstens 17,5cm lang sein, damit das Mäppchen noch mit der Lasche geschlossen werden kann.

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Stifte sollten nicht länger sein als 17,5cm, um in das geschlossene Mäppchen hineinzupassen
Mein Fazit

Die Erfindung eines Mäppchens, das sich mühelos in jeden Ordner einheften und wieder herausnehmen lässt und das Platz bietet für die wichtigsten Stifte die man jederzeit griffbereit haben möchte, gefällt mir ausnehmend gut!
Auch die Verarbeitung, das Image des Unternehmens, die ausgewählten Materialien und die Tatsache, das jedes Stück von Hand hergestellt wird, sagen mir sehr zu.
Auch die verfügbaren Farben treffen meinen Geschmack. Zwei bis drei weitere Farben würden das Sortiment vermutlich sinnvoll ergänzen – oder Designs, die speziell junge Menschen ansprechen. Denn z.B. für Oberstufenschüler und Studenten wäre dieses Mäppchen sicher hervorragend geeignet. Ob diese sich dann aber über schlichtes Grau oder gediegenes Braun freuen oder sich eher auf knallbunte Bonbonfarben, Einhornglitzer oder angesagte Pastelltöne stürzen würden, weiß ich nicht. Ich vermute aber eher Letzteres 😉
Eigentlich erfüllt dieses Mäppchen alle Ansprüche, die ich an ein solches Produkt stellen würde. Es gibt allerdings zwei Mankos:

#1
Wie oben bereits geschrieben, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Stiftpalast künftig auf die Plastikfolie als Verpackungsmaterial verzichten würde. Eine einfache recycelbare Schnur aus Baumwolle, Leinen oder Gras könnte das Infokärtchen mühelos an den Ösen fixieren.

Edit: Florian von Stiftpalast schrieb mir, dass er und sein Team schon länger an einer kunststofffreien Verpackung tüfteln, nämlich an einer Papierverpackung. Allerdings sei diese noch nicht ganz ausgereift, da die Ansprüche von Handel und Kunden unter einen Hut gebracht werden müssen. 

#2
Für meinen Geschmack dürfte das Ordnermäppchen gut und gerne einen oder zwei Zentimeter länger sein. Dann bekäme man auch längere Stifte und Lineale oder anderes längeres Zubehör wie beispielsweise Zirkel o.ä. darin untergebracht.

Edit: Auch diesbezüglich erhielt ich eine Auskunft von Florian von Stiftpalast. Er schrieb mir, dass die Länge wohl überlegt ausgesucht und damit ein gutes Mittelmaß erreicht werden sollte, das den Anspruch möglichst vieler Kunden erfüllt.

Ansonsten gibt es von meiner Seite aus eine klare Empfehlung für das Ordnermäppchen von Stiftpalast. Wer seine Stifte jederzeit griffbereit haben muss, ein paar besondere Stifte von dem großen Sammelsurium separieren möchte oder nach einer Möglichkeit sucht, ein Etui in seinen Ordner zu heften, ist hier genau richtig!
Auch den Preis finde ich für die Qualität des Produktes und die Tatsache, dass man hier ein Qualitätsprodukt aus Deutschland in den Händen hält, mehr als fair und gerechtfertigt!

Das Ordnermäppchen ist definitiv ein Produkt, das ich mir – wenn ich es nicht hätte testen dürfen – auch selbst gekauft hätte und das aktuell ganz oben auf meiner Weihnachtsgeschenkeliste für Freunde und Verwandte steht. 

Das Lederetui

Das Lederetui ist das zweite Produkt, das mir von Stiftpalast kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.
Es wird zu 100% aus Leder hergestellt, ist ausschließlich in Dunkelbraun erhältlich, hat Platz für einen einzelnen Stift und kommt in einer schwarzen Geschenkverpackung aus festem Karton.

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Das Lederetui in seiner Geschenkhülle

Während ich mir das Ordnermäppchen garantiert auch selbst gekauft hätte, wäre dies bei dem Stiftetui vermutlich nicht der Fall gewesen. Mir erschloss sich die Verwendung nicht so klar und eindeutig wie bei dem Ordnermäppchen und ich war mir unsicher, zu welchem Zweck das Etui am ehesten zum Einsatz kommen sollte.
Ein einzelner Stift wandert bei mir immer in Hosen- oder Jackentaschen oder in die Sidepockets von Handtaschen oder Rucksäcken. Allerdings besitze ich auch lediglich Stifte, die den Einzelwert von max. 25 Euro nicht überschreiten. Diese Stifte bedürfen keines besonderen Schutzes und bestehen zumeist aus robustem wenn nicht sogar unverwüstlichem Material.

Allerdings gibt es natürlich auch Menschen die diesen einen hochwertigen Stift besitzen, der empfindlich ist und gut geschützt werden möchte. Man denke dabei nur an einen kostbaren Füllfederhalter von Mont Blanc oder Kugelschreiber von Montegrappa, Aurora oder Waterman. Wenn diese dann auch noch mit edel glänzender Metalloberfläche daherkommen, verdienen sie Schutz vor Kratzern und anderen Beschädigungen.

Für diese Stifte lohnt sich der Einsatz eines Einzelstiftetuis ganz sicher!

Ob dann allerdings das vom Design her recht martialisch anmutende Lederetui von Stiftpalast das Etui der Wahl ist sei mal dahin gestellt. Das ist ja auch ganz einfach Geschmackssache. Definitiv ist das Lederetui in der Lage, jeden Stift der hineinpasst vor Beschädigungen zu schützen, Stürze abzufedern oder das Schreibgerät vor Nässe zu bewahren.

Wofür es sich übrigens auch lohnt, sind Stifte die man auf digitalen Geräten einsetzt, also beispielsweise am Smartphone oder Tablet. Diese sollten natürlich sauber und pfleglich aufbewahrt und beim Transport geschützt werden, um ihre Funktion zu erhalten.

In diesem Fall hat es also geholfen, sich nicht vom ersten Eindruck abschrecken zu lassen sondern dem Ganzen etwas mehr Zeit zu geben und sich gedanklich mit dem Produkt auseinander zu setzen, um hinter die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten zu kommen!
Jetzt weiß ich, dass auch ich ein Einzelstiftlederetui durchaus gebrauchen kann 🙂

Mein erster Eindruck

Mir gefiel auf Anhieb, dass das Etui lediglich in der Kartongeschenkschachtel geliefert wird und nicht noch zusätzlich in Kunststoff verpackt wird.
Beim ersten Blick dachte ich an eine Messerscheide und weniger an eine Hülle für Stifte, doch da bin ich wohl ganz Rollenspielerin und Mittelaltermarktbesucherin. Meine Mutter beispielsweise oder meine Kolleginnen hätten diese Assoziation ganz gewiss nicht gehabt.

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Das Lederetui fasst ein einzelnes Schreibgerät

Das Etui duftet beim Öffnen der Schachtel fein nach Leder, fühlt sich wertig und „schwer“ an. Das Leder ist tatsächlich einfarbig, weist keine strukturalen Beschädigungen oder Unebenheiten auf, besteht aus einem Stück und ist an einer Seite mit einer einzelnen Naht zusammengefügt.
An der Oberseite besitzt es eine Prägung die das Firmenlogo zeigt.
Es liegt gut und gefällig in der Hand und fühlt sich glatt und angenehm an.

Mein Stifte-Test

Als ich das Ledereui auspackte, kam mir sofort der Stift in den Sinn, der wie die Faust aufs Auge zu diesem Etui passte. Dabei handelt es sich um meinen unangefochtenen Lieblingskugelschreiber und zugleich auch das wertvollste Exemplar unter meinen Stiften. Vor mehreren Jahren hat mein Bruder Oliver ihn mir zu Weihnachten geschenkt: einen hochwertigen handgearbeiteten Kugelschreiber aus intelligentem Birnbaumholz – äh … aus Olivenholz – vom Weihnachtsmarkt in Aalen.

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Mein Olivenholzkugelschreiber und das Lederetui – echte Kumpels

Wie sollte es anders sein – der Kugelschreiber passt perfekt in das Lederetui. Sowohl farblich, als auch vom Gesamtdesign her passen beide zusammen, als wären sie füreinander geschaffen worden. Dadurch, dass das Lederetui recht eng gearbeitet ist und ich den Kugelschreiber mit dem Klipp am Rand befestigen kann, wackelt und bewegt sich nichts und der Stift sitzt bombenfest.
Was mir allerdings beim Hineinschieben des Stiftes aufgefallen ist, ist, dass sich das Material bei der durch das Einbringen des Stiftes erzwungenen Materialdehnung hell verfärbt.

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Hier sieht man die helle Färbung des Leders die durch die Dehnung entsteht

Nimmt man den Stift wieder heraus und reibt ein paar Mal über die Lederoberfläche, verschwinden die Spuren allerdings vollständig.

Entschuldige bitte die etwas ungeschickte Handhabung, die daraus resultiert, dass ich einhändig vorgehen muss, da ich mit der anderen Hand filme.


Außerdem hat das Etui dort wo der Klipp sitzt, eine Beschädigung erfahren, die sich durch einen hellen Streifen zeigt, der leider auch durch Darübereiben nicht ganz verschwindet, allerdings deutlich zurückgeht.

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Hier sieht man den Abrieb den der Klipp verursacht hat

Ich kann nicht beurteilen, ob diese Gebrauchsspuren deutlicher und mehr werden, wenn man das Etui regelmäßig verwendet. Das müsste dann ein Langzeittest zeigen.

Allerdings weise auch ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei Leder um ein Naturprodukt handelt. Um Haut, die in gewisser Weise flexibel und dehnbar ist. Es kann sehr gut sein, dass sich die Eigenschaft, die aufgehellten Stellen einfach wegreiben zu können, über viele Jahre erhält und dass man den Abrieb den der Klipp verursacht mit ein wenig Öl spurenlos beseitigen kann.

Überhaupt bedarf ein Naturprodukt der Pflege – das Etui hin und wieder mit ein wenig Olivenöl, Nussöl oder Kokosöl einzureiben kann ganz gewiss nicht schaden!

Edit: Wie bereits weiter oben ergänzt, hat mir Florian von Stiftpalast inzwischen geschrieben, dass es sich bei dem Leder um sogenanntes „crazy horse“ Rindsleder, auch Fettleder genannt, handelt. Der used oder auch vintage look ist bei dieser Art von Leder nicht nur ein gegebener Effekt sondern auch erwünscht. 

Ich habe mich jedenfalls sehr über diese Erklärung gefreut und bin nun nicht bloß ein wenig informierter sondern zugleich auch noch sicher, dass das Etui keinen dauerhaften Schaden durch die dehnende Beanspruchung nehmen wird. Klasse! 🙂

Welche Stifte passen hinein?

Ich habe das Lederetui mit drei Stiften getestet:

  • Meinen Olivenholzkugelschreiber: Dabei handelt es sich um einen schlanken Kugelschreiber normaler Länge. Er passte hervorragend in das Etui
  • Meinen Faber Castell Kugelschreiber: Dabei handelt es sich um einen dicken Kugelschreiber normaler Länge. Er passte ebenfalls hervorragend in das Etui. Allerdings benötigt man deutlich mehr Druck, um ihn hineinzuschieben und das Leder dehnt sich mehr
  • Meinen Pelikan-Füller: Dabei handelt es sich um einen dicken Füllfederhalter und den dicksten Stift im Test. Auch er passte mit ein wenig Mühe in das Etui. Allerdings ergab sich hier ein anderes Problem: Beim Herausziehen zog ich die Kappe vom Stift, der Füller selbst bleib aufgrund der Enge im Etui stecken. Hätte ich den Füller mit der Kappe voran in das Etui gesteckt, hätte es mich sicher einige Mühe gekostet, die Kappe wieder hervorzuholen
Mein Fazit

Obwohl ich zunächst dachte, kein Etui für einzelne Stifte zu benötigen, ist mein Olivenholzkugelschreiber inzwischen fest in das Etui eingezogen. Ich genieße es, dass der Stift nun mehr Raum einnimmt und ich ihn – beispielsweise in meiner Handtasche oder einem Rucksack – schneller auffinden kann.
Dass das Etui aus Leder gefertigt ist, gefällt mir sehr gut. Ich mag die Haptik dieses Naturmaterials sehr gern und erfreue mich an seinen Eigenschaften. Dass sich das Leder im Gebrauch verfärbt, stört mich nicht im geringsten. Von meinetwegen könnte das Leder noch viel natürlicher wirken, also natürliche Flecken, Zeichnungen o.ä. aufweisen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber dennoch: Ich wüsste gern, von welchem Tier und aus welcher Region das Leder stammt das zur Fertigung des Etuis Verwendung fand. Dann könnte ich mich noch mehr mit dem Produkt identifizieren.

Mein Gesamteindruck

Wie Du gelesen hast, gefallen mir die Produkte vom rheinlandpfälzischen Hersteller Stiftpalast sehr gut. Die Firmenphilosophie sagt mir sehr zu und dass es sich im Produkte „made in Germany“ handelt hinter denen ein Familienunternehmen mit Herz und Verstand steht, gefällt mir noch viel mehr. Ich liebe einheimische Produkte und bin der Meinung, dass man lokale Unternehmen unterstützen sollte – besonders dann, wenn sie so hochqualitative Produkte zu so fairen Preisen herstellen wie Stiftpalast. Mich beeindruckt, dass die Manufaktur bei diesen vergleichsweise geringen Preisen auch noch je einen Euro pro verkauftem Produkt an eine karitative Einrichtung spendet und dass sie darüber hinaus innerhalb Deutschlands eine versandkostenfreie Lieferung anbietet.
Die Produkte sind toll und durchdacht und ich liebäugele nicht nur mit weiteren Ordnermäppchen sondern auch mit den Schlampermäppchen der Firma.
Weitere Farben und Designs wären schön, aber das ist natürlich mein ganz persönlicher Geschmack.

Ich kann Stiftpalast und die Produkte ausnahmslos empfehlen!

Vielen herzlichen Dank an Florian Egert für die beiden Produkte!

Die im Test vorkommenden Artikel

Bei den dargestellten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Die Produkte von Stiftpalast kannst Du auch auf der Internetseite des Unternehmens beziehen.

Rollenspielerische Grüße
Janine

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Vielen Dank dafür, dass Du meinen Beitrag gelesen hast. Ich freue mich, wenn er Dir gefallen hat und Dir weiterhilft, Dich inspiriert und Dich informiert.

Ich bin seit 1999 leidenschaftliche Fantasy-Rollenspielerin, Spielleiterin, Autorin (Romane, Ratgeber, Rollenspielabenteuer) und Illustratorin von Rollenspiel-Karten. Außerdem bin ich begeisterte Convention-Besucherin, liebe Fantasy und Phantastik und sammele gern Dinge, die ich für meine Rollenspielrunden (z.B. als Handouts) verwenden kann.

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2 Kommentare

  • Liesjen

    Liebe Janine, ich habe deinen Bericht über die von dir getesteten Produkte der Firma Stiftpalast mit großem Interesse gelesen. Wie stets hast du alles sehr gut und anschaulich beschrieben. Man bekommt gleich Lust selbst ein Produkt dieser Firma zu erwerben. Ich bin ebenfalls ein großer Fan von einheimischen, bzw. regionalen Produkten. Eine tolle Idee, die abheftbaren Stiftemäppchen.
    Das Stifteetui aus Leder hat mich tatsächlich auch im ersten Moment am eine Messerhülle erinnert.
    (obwohl ich eine Mutter bin ) . Gebrauchsspuren auf diesem kräftigen Leder sind, meiner Meinung nach, ein echtes Muss.
    Danke für deinen Bericht. Ich freue mich schon auf den Nächsten…….
    Liebe Grüße von
    Lieschen

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    • Janine

      Liebes Liesjen,
      vielen Dank für Deinen tollen Kommentar! Es freut mich, dass Dir mein Bericht gefällt. Und noch mehr freut mich Deine Messerhüllen-Assoziation zum Lederetui – Phantasie schadet doch nie 😉
      Den nächsten Artikel gibt es am Montag. Ich freue mich, wenn Du wieder hereinschaust!

      Ich wünsche Dir ein zauberschönes Wochenende
      Ganz liebe Grüße
      Janine

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