Spieltisch auf der MIDGARD Breuberg Con 2018
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So war die MIDGARD Breuberg Con 2018 – Teil2

Dass ich mein vergangenes Wochenende auf der MIDGARD Breuberg Con zugebracht habe, hast Du vermutlich in Teil 1 meiner Con-Review bereits gelesen. Dass ich wahnsinnig begeistert war und diesem Wochenende mindestens bis zur nächsten MIDGARD Con gedanklich noch lange nachhängen und davon schwärmen werde, dürfte unschwer aus meinem Beitrag herauszulesen gewesen sein.
Im ersten Teil meines Rückblicks auf die Breuberg Con habe ich alle Hintergrundinformationen aufgeführt, vom Ablauf der Veranstaltung berichtet, Küche und Jugendherberge vorgestellt und die Con-Orga beschrieben. Man könnte meinen, das Thema sei mit diesem Beitrag erschöpfend behandelt worden.

Wieso es trotzdem einen Teil 2 meiner Review braucht?

Weil ich gern von meinen persönlichen Eindrücken und Erlebnissen zur Breuberg Con berichten möchte. Den ersten Teil meiner Review habe ich zwar nicht ganz objektiv geschrieben, viel Persönliches ist aber dennoch nicht eingeflossen. Ich habe versucht, die Informationen eher allgemein zu halten, damit jeder, der sich zukünftig für die Con interessiert und überlegt, selbst hinzufahren, alle wichtigen Informationen erhält.
Im zweiten Teil möchte ich keine Informationen mitteilen sondern einen persönlichen Rückblick schreiben, eine Sammlung von Eindrücken und eine Art Tagebuch-Bericht von meinen Erlebnissen. Damit kannst Du besser beurteilen, wie es sich anfühlt, drei Tage auf einer Con zu verbringen und Stunde um Stunde um Stunde einzutauchen in eine phantastische Welt und Dein liebstes Hobby.

 

Burg Breuberg - Außenansicht
Burg Breuberg – im traumhaften Sonnenschein

 

Warum fahre ich auf Rollenspiel Conventions?

Als ich mit sechzehn Jahren mit dem Rollenspiel begann, gründeten wir eine Gruppe aus vier bis fünf Spielern, die aus meinem Mann Christian, meinem Bruder Oliver und zwei Freunden bestand, wobei einer dieser beiden nur sporadisch mitspielte. Wir trafen uns so gut wie jedes Wochenende zum Rollenspiel, spielten teilweise komplette Wochenenden durch und verbrachten in den Ferien etliche Tage hintereinander in phantastischen Welten.
Dann wurden wir erwachsen und die Möglichkeiten, sich zwischen Ausbildung, Studium und Arbeit zu treffen, wurden leider immer seltener. Als dann drei unserer Gruppenmitglieder nach Asien, Schweden und Süddeutschland zogen, schien unsere Rollenspielgruppe zunächst einmal gestorben zu sein.

Christian und ich gründeten jeweils eine neue Rollenspielgruppe, mit denen wir uns seither bei uns, und via roll20 regelmäßig treffen. Trotzdem blieben die Leidenschaft für und die Sehnsucht nach unserer alten Gruppe, nach den speziellen Charakteren und NSCs, die es nur dort gibt und nach dem Gefühl, wie es damals war.

Immer, wenn unsere Freunde wieder in die Heimat kommen – meistens zu Weihnachten – treffen wir uns so oft wie möglich, um unserem Hobby zu frönen und Rollenspiel zu betreiben, so lange es die Zeit zulässt.




Wir sind schon früher gern auf Rollenspiel-Conventions gefahren, wieso, erfährst Du gleich. Heutzutage sind Conventions eine tolle, bzw. die einzige Möglichkeit, unsere alte Gruppe zusammen an einem Ort zusammenkommen zu lassen und sich einem ganzen Wochenende nur dem Rollenspiel zu widmen. Man trifft sich ausschließlich zum Rollenspiel, ausschließlich die Charaktere und das Abenteuer stehen im Fokus. Niemand und nichts lenkt einen ab, keine anderen Freunde, Verwandten oder Kollegen erheben Anspruch auf geteilte Zeit, es muss nichts besorgt, eingekauft oder gekocht werden. Und auch Hausarbeit fällt keine an – lediglich die Betten müssen bezogen und abgezogen werden.
Kurzum: So ein Wochenende ist perfekt geeignet, damit es sich anfühlt wie früher.

Außerdem kann man sich mit Conventions Veranstaltungsorte aussuchen, die für alle Mitspieler gut zu erreichen und zumindest für die in Deutschland lebenden Gruppenmitglieder in etwa gleich weit entfernt sind.

 

Blick über den Odenwald
Blick über den Odenwald

 

Wieso sind wir bereits früher zu Cons gefahren?

Nun mag es verwundern, wieso wir schon früher – obwohl wir uns wöchentlich treffen konnten – zu Rollenspiel-Conventions gefahren sind.

Ganz einfach:
#1 Zu Hause wird man immer abgelenkt. Man muss sich um Uni, Schule oder Beruf kümmern, die Eltern wollen etwas von einem, das Wochenende ist voll geplant, man muss am kommenden Morgen früh aufstehen, man muss sich um Haushalt, Einkäufe und Verpflegung kümmern. Auf einer Convention wird einem das alles abgenommen und man muss sich um nichts kümmern als um sich selbst und sein Hobby. Ja gut, man muss zu den Essenszeiten das Spiel unterbrechen und sich seinen Teller abholen, das war’s dann aber auch schon 😉

#2 Wir lieben Burgen, Festungen und alte Gemäuer. Auf einer Burg zu übernachten ist einfach wunderschön und bildet die perfekte Kulisse für unsere Abenteuer. Auch damals schon. Außerdem lieben wir das Mittelrhein-Tal, weshalb früher die MIDGARD Mittelrhein Con in Bacharach unsere bevorzugte Convention war.

#3 Es hat unschlagbare Vorteile, wenn man gemeinsam an einem Ort schläft, morgens gemeinsam aufsteht und sich nach dem Frühstück sofort an den Spieltisch setzen kann. Ist man zu Hause, muss man sich verabreden, die Mitspieler müssen anreisen und man verliert wertvolle Zeit durch Absprachen, Unpünktlichkeiten und individuelle Tagesrhythmen.

#4 Es ist einfach großartig, sich mit vielen Dutzend Gleichgesinnten zu treffen und um sich herum niemanden als Rollenspieler zu haben. Selbst wenn man in seiner angestammten Gruppe spielt und die Con ohne fremde Mitspieler verbringt, kommt man mit Anderen in Kontakt, sieht wie sie spielen, hört, wie sie sprechen und erlebt ihr Verhalten. Und die Stimmung, wenn egal wohin man blickt und hört, nichts geschieht als Rollenspiel zu spielen, ist wirklich einmalig!

 

Warum die Breuberg Con?

Das erste Mal auf der Breuberg Con waren Christian und ich 2004. Damals noch mit meinem ersten Auto, einem violetten Ford Ka ^^
Das Wochenende war großartig und die Con hat uns gut gefallen, aber unseren Mitspielern, meinem Bruder und unserem Freund-Stammspieler, war Burg Breuberg einfach zu weit entfernt. Sie waren damals noch nicht einmal volljährig und hatten auch keine Möglichkeit, allein dorthin zu fahren. Und sich zusätzlich zu den Kosten für die Con waren ihnen die Fahrtkosten zu teuer.

Die Con auf Burg Stahleck in Bacharach ist von uns nur 120km entfernt und die Anreise lässt sich sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut bewerkstelligen. Außerdem liebten wir alle die Burg sehr, weshalb wir zu Viert bis dato immer nur nach Bacharach gefahren sind.
Christian und ich haben allein aber auch diverse andere Convention besucht und dann vor Ort mit „neuen“ Mitspielern gespielt.

Mein Bruder ist in den vergangenen Jahren von Aalen in Baden-Württemberg nach Bacharach angereist. Allerdings ist der Weg doch recht weit (330km) – vor allem im Gegensatz zu unserer kurzen Anfahrt.
Deshalb haben wir 2018 beschlossen, nach all den Jahren noch einmal die Breuberg Con zu besuchen. Sie liegt mit 230km und 250km ziemlich genau in der Hälfte unserer beiden Wohnorte und eignet sich somit hervorragend, um zur neuen Stamm-Con zu avancieren. Zumindest, solange wir alle dort wohnen bleiben, wo wir gerade wohnen 😉

In diesem Jahr haben wir einen lieben Arbeitskollegen meines Bruders eingeladen, in unserer Runde einzusteigen, weshalb jedes Auto folglich mit zwei Personen nach Burg Breuberg aufbrach. Lustigerweise sind wir auch fast zeitgleich angekommen – sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg.

 

Vorbereitungen für die Breuberg Con

 

Zugegeben, die größte Mühe und den höchsten Zeitaufwand im Vorfeld einer Convention muss ein Spielleiter auf sich nehmen. Auf der Breuberg Con hat Christian gespielleitert, das gesamte Wochenende über. Er hat dafür eine Riesenkampagne voller Details, erstklassig ausgearbeiteten Schauplätzen, hervorragend umgesetzten NSCs, einer verschachtelten Rahmenhandlung sowie mehreren kleinen Nebenplots und großartigen Materialien wie Handouts, Musik, Sounds und Karten ausgearbeitet. Dass er daran Stunde um Stunde gefeilt, gearbeitet, gezeichnet und getüftelt hat, muss ich an dieser Stelle bestimmt nicht erwähnen. Er bereitete mir und meinen beiden Mitspielern Kevin und Oliver nicht nur phantastische Stunden im MIDGARD-Universum sondern ließ uns ein großartiges, stimmungsvolles, aufregendes, spannendes, emotionales, nervenaufreibendes und abwechslungsreiches Abenteuer voller Wendungen im winterkalten Beornanburgh (Alba) erleben.

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön dafür!

Zusätzlich zu ihrem Abenteuer, den Notizen, Handouts und Materialen benötigen Spielleiter natürlich auch noch ein Arsenal an Würfeln, Regelwerken, Quellenbüchern und anderen Materialien, die sie für das Leiten ihres Abenteuers brauchen.

Doch nicht nur Spielleiter müssen an wichtige Dinge denken, sondern auch Spieler tun gut daran, sich im Vorfeld einer Convention genau zu überlegen, was sie mitnehmen möchten und unbedingt benötigen.
Ganz wichtig sind natürlich die Unterlagen und Dinge, die für das Rollenspiel selbst gebraucht werden. Charakterblätter und Hintergrundinformationen zum Charakter. Während man sich Würfel auf jeder Con kaufen und Papier, Stifte oder Radiergummis auch verliehen werden können, kommt man ohne Charakterblätter nicht weit. Kevin, unser Mitspieler, hatte für die Breuberg Con einen neuen Charakter entworfen, den er auf der Con fertiggestellt hat. Dafür hatte er extra seinen Laptop mitgebracht, da er die Änderungen bei Moam vorgenommen hat. Anschließend zog er die Charakterbögen auf einen USB-Stick und fragte bei der Leitung der Jugendherberge lieb nach, ob sie so freundlich wären, ihm die Bögen auszudrucken. Und das waren sie! 🙂
Wer aber Moam nicht nutzt und seine Charakterbögen auch ansonsten nicht digitalisiert hat, ist ziemlich aufgeschmissen, wenn er sein Papieroriginal daheim vergessen hat.

Andere Dinge, wie beispielsweise Würfel, kann man auf jeder Convention einkaufen oder, wie z.B. Bleistifte, Notizpapier oder Lineale, von seinen Mitspielern ausleihen.

Doch auch darüber hinaus gibt es noch einige Dinge, die auf einer Con notwendig oder zumindest nützlich sein können. Meine Packliste für eine Rollenspiel-Con findest Du hier.

 

Gepäck für die Breuberg Con
Gepäck für die Breuberg Con

 

Fahrt zur Breuberg Con

Am Freitag fuhren wir so früh wie möglich los, um noch möglichst viele Stunden vom Freitag übrig zu haben. Wir hatten im Vorfeld mit meinem Bruder eine ungefähre Abfahrtszeit vereinbart, doch dass wir lediglich um zehn Minuten versetzt ankommen würden, damit hatten wir nicht gerechnet.
Die Fahrt an sich verlief reibungslos und unkompliziert – trotz Ferienbeginn und etlicher Baustellen auf den Autobahnen in NRW.
Während ich, untermalt und angefeuert von meinen liebsten Musikstücken das Auto lenkte, beschäftigte sich Christian mit dem Abenteuer, las die Zusammenfassungen der vergangenen Runde (die an Weihnachten stattgefunden hatte und damit bereits einige Zeit zurücklag), und notierte sich noch einige kleine Ideen.

 

Ankunft auf Burg Breuberg

Wir parkten auf dem dafür vorgesehenen Schotterparkplatz einige Meter unterhalb der Burg, entluden die Autos und trugen alle Dinge, die wir für die Con benötigten, zur Burg hinauf. Nach kurzer Orientierung fanden wir das Zimmer der Breuberg Con Orga und meldeten uns dort an.
Jeder erhielt einen Namensbutton mit dem Logo des MIDGARD Konzils, eine Rawindrakarte und einen Gummidrachen als Spielergeschenk sowie das Angebot, sich einen kostenfreien Seifenblättchenspender oder ein Paar Ohrenstöpsel mitzunehmen. Die Orga-Leute waren super freundlich und die Stimmung war sofort herzlich und gut. Wir erfuhren, auf welchem Zimmer wir untergebracht waren und wie man eine Spielrunde anmeldet.

 

Unser Zimmer

Wir hatten das wahnsinnige Glück, nicht nur gemeinsam ein Zimmer belegen zu dürfen, sondern auf einem Vierpersonenzimmer untergebracht worden zu sein. Auf einem Zimmer mit zwei Doppelstockbetten und eigenem Badezimmer.

 

Unser Badezimmer auf der Breuberg Con
Unser Badezimmer

 

Das war natürlich echter Luxus! Vor allem, da wir unsere beiden Zimmerschlüssel mit niemandem sonst teilen mussten und unsere Wertgegenstände vollkommen bedenkenlos im Zimmer einschließen konnten. Nicht, dass ich die anderen Con-Teilnehmer verdächtige, etwas stehlen zu wollen. Aber wenn sich beispielsweise acht Personen ein Zimmer teilen und es nur zwei Schlüssel gibt, muss die Zimmertür natürlich rund um die Uhr unverschlossen bleiben. Und da confremde Personen, Touristen, Wanderer etc. ja freien Zugang zur Burg hatten, hätte ich ein wenig Sorge, dass irgendjemand die Gunst der Stunde nutzt und auf der Suche nach leichter Beute durch die Zimmer stromert.

 

Vierpersonenzimmer auf der Breuberg Con
Unser Vierpersonenzimmer

 

Unser Rollenspiel-Festsaal

Nachdem wir unser Gepäck abgestellt hatten, durchstreiften wir die Burg auf der Suche nach einem schönen Spielzimmer. Christian wünschte sich viel Helligkeit und wir alle wollten gern viele Fenster haben, um frische Luft zu bekommen. Wir hatten an diesem Wochenende dauerhaft über 30°C, sodass ein wenig Durchzug am Morgen oder ein leiser Windhauch am Abend eine tolle Erfrischung darstellten. Nachdem wir ein paar Räume und Säle gesehen hatten, entschieden wir uns für den sogenannten Frauensaal – ein Saal, in dem locker vier Spielrunden hätten unterkommen können und der witzigerweise nur fünf Meter von unserem Zimmer entfernt lag.

 

Frauensaal - Spielzimmer auf der Breuberg Con
Frauensaal – Spielzimmer auf der Breuberg Con

 

Nachdem die Entscheidung gefallen war, kehrten wir zur Orga zurück, um unsere Spielrunde anzumelden. Christian füllte einen Abenteuerzettel aus, auf dem alle relevanten Infos zu unserer Kampagne vermerkt wurden. Wir Spieler trugen uns in seine Liste ein und er gab den Zettel beim Orga-Team ab. Dass wir auf die Frage, wie lange wir den Tisch reservieren wollten entgegneten, dass wir ihn von Freitag bis Sonntag bräuchten, wurde mit interessierte Verwunderung zur Kenntnis genommen. Vermutlich waren wir die Gruppe, die am längsten am selben Abenteuer in exakt gleicher Konstellation gespielt hat ^^
Die Con-Orga wies uns unseren Raum jedoch ohne Zögern zu und wir waren glücklich, einen tollen Ort zum Spielen gefunden zu haben.

 

Letzter Zwischenstopp vor dem Start

Während sich die Männer an Köttbullar, Rührei, Schnitzeln und anderen Speisen am Mittagsbuffet labten, besorgte ich Bettwäsche aus der Wäschekammer und bezog alle unsere Betten. Dann trug ich alle benötigten Materialien, Bücher, Ordner, Charakterbögen, Würfel, Schreibmaterialien, Handouts, Laptop, Boxen, Getränke etc. in den Frauensaal und richtete dort unseren Spieltisch hübsch her, sodass er sofort einsatzbereit war, als die Männer aus der Mittagspause kamen.

 

Unser Spieltisch auf der Breuberg Con
Unser Spieltisch auf der Breuberg Con – und Christian

 

Da Kevin seinen Charakter noch fertigstellen musste, halfen Oliver und ich ihm dabei, während Christian sich Orientierung in seinen Dokumenten verschaffte, Laptop und Boxen aufbaute, seine Playlists aufrief und die Unterlagen sortierte, die ich beim Herrichten des Tisches nicht hatte durchsehen können (Spielleiter-Unterlagen sind Top Secret!).
Nachdem Kevins Charakterbögen ausgedruckt vorlagen, starteten wir in das Abenteuer. Es dauerte nur dreißig Sekunden, da waren wir trotz der sommerlichen Gluthitze und strahlendem Sonnenschein angekommen im eiskalten albischen Winter. Nur zehn Sekunden weiter und wir überhörten sogar die Gruppe am Nachbartisch ganz automatisch.

 

Die Verpflegung auf der Breuberg Con

Einen Speisenplan und generelle Informationen zur Verpflegung während des Con-Wochenendes auf Burg Breuberg findest Du im ersten Teil meines Con-Rückblicks. Hier möchte ich Dir zeigen, was wir gegessen haben:

 

#1 Freitag Abend

Während sich die Männer am Schnitzel-Pommes-Buffet labten und Salat eher als Beilage wählten, aß ich zwei Salate und dazu eine unpanierte Hähnchenbrust, die als Alternative für die glutenfreie Ernährung zubereitet worden war.

 

Schnitzel und Pommes auf Burg Breuberg
Schnitzel und Pommes Buffet

 

Da ich immer erst abends esse, habe ich zwei Teller voller Salat und ein Schälchen Rote Grütze geschafft. Bei den Männern gab es später am Abend noch Knabberkram und für uns alle von zu Hause mitgebrachtes Obst aus dem schwiegermütterlichen Garten.

 

Schnitzel und Pommes auf der Breuberg Con
Schnitzel und Fritten mit Jägersauce (die Männer)

 

Salat und Rote Grütze auf der Breuberg Con
Salat und Rote Grütze (Janine)

 

Salat und Hähnchenbrust auf der Breuberg Con
Salat und Hähnchenbrust (Janine)

 

#2 Frühstück

Zum Frühstück wurde ein Buffet serviert, das Brot und Brötchen, verschiedene Müsli- und Cerealienzutaten sowie süßen Belag, Aufschnitt und Käse beinhaltete. Dazu gab es Tee, Kaffee, Milch, Kakaopulver und verschiedenerlei Säfte.
Während die Männer gefrühstückt haben, habe ich Nichtfrühstückerin unser Spielzimmer bzw. den Spieltisch hergerichtet und tassenweise Grünen Tee und Kaffee hinaufgetragen. Wenn die Männer fertig waren, konnten wir so direkt losspielen. Daher gibt es auch keine Frühstücksfotos von uns im Speziellen, aber immerhin Bilder vom Buffet:

 

Frühstücksbuffet auf Burg Breuberg
Brot, süßer Belag und Cerealien

 

Frühstücksbuffet auf Burg Breuberg
Frühstücksbuffet mit Aufschnitt, Käse, Obst und Rohkost

 

#3 Themenbuffet am Samstagabend

Am Samstagabend wurde ein türkisches Buffet ausgerichtet, das etliche verschiedene warme und kalte Speisen bot. Glutenhaltiges, glutenfreies, Speisen für Karnivoren und Speisen für Vegetarier und Veganer, Süßes, Scharfes und Herzhaftes.
Ich erinnere mich an Köfte, gefüllte Zwiebeln, Möhrensalat, Joghurt mit kandierten Walnüssen und Honig, gefüllte Paprika, Kohlauflauf, Kichererbsenhähnchenpfanne, Fladenbrot, Börek und Teigtaschen.

Wie ein Teil der Buffet-Auslage aussah und wie wir unsere Teller bestückten, siehst Du hier:

 

Türkisches Buffet auf Burg Breuberg
Türkisches Buffet

 

Türkisches Buffet bei der Breuberg Con
Türkisches Buffet – Teller von Janine (u.l.), Christian (o.l.), Oliver (u.r.) und Kevin (o.r.)

Wie Du siehst, hat sich jeder von uns einen bunten Teller zusammengestellt – die Männer natürlich auch mit dem türkischen Fladenbrot. Während ich meinen Joghurt mit Honig uns Nüssen bereits auf dem Hauptspeisenteller untergebracht habe, sind die Männer nach diesem Gang noch einmal losgezogen, um sich an den türkischen Nachtischvariationen zu laben. Neben dem leckeren Joghurt gab es auch türkischen Zitronenkuchen.

 

Unsere Spielzeiten

Wir starteten am Freitag gegen 16:00 mit unserer ersten Spielrunde und waren gegen 4:00 Früh im Bett. Gegen 8:00 bin ich wieder aufgestanden, die etwas müderen Männer folgten mir ab 9:00.
Nach dem Frühstück starteten wir gegen 10:30 unsere Samstagsrunde und gingen um 2:30 wieder schlafen. Am Sonntag stand ich erneut um 8:00 auf und weckte die lang schlafenden Männer um 9:00. Wir packten unsere Sachen zusammen, zogen die Betten ab und ließen das Zimmer ordentlich zurück und starteten nach dem Frühstück gegen 10:30 in die dritte Spielrunde. Lediglich kurz unterbrochen durch die offizielle Verabschiedung, endete unsere Sonntagsspielrunde um 15:00, als die Spielräume geräumt und die Burg zum Abschließend verlassen werden musste.

 

Verabschiedung

Genauso, wie die Breuberg Con am Freitagnachmittag mit einer Begrüßungsrede der Con-Orga begonnen hatte, endete sie sonntags am Mittag mit einer Verabschiedungsansprache. Dabei wurden nicht nur ein paar Fakten zur diesjährigen Con und das Veranstaltungsdatum für 2019 (18.07. bis 21.07.19) bekanntgegeben, sondern auch die vielen fleißigen Spielleiter und das Küchenpersonal gelobt. Jeder Spielleiter wurde namentlich erwähnt und erhielt als hübsches Spielleitergeschenk einen kleinen Sichtschirm, auf dem praktischerweise rund herum MIDAGRD-Karten aufgedruckt wurden.

Nach der offiziellen Verabschiedung durften die Gruppen die Spielräume noch bis 15:00 nutzen, was wir uns nicht zweimal sagen ließen. Da gegen 15:00 das Wohnhaus der Burg geräumt sein musste, da es abgeschlossen wurde, packten wir schweren Herzens zusammen. Anschließend standen wir noch etwa eine Stunde um Burghof zusammen, um unsere Abenteuerzeit revue passieren zu lassen, über die Charaktere und NSCs zu sprechen und um grob zu beratschlagen, welche Ideen man bei Wiederaufnahme der Kampagne (hoffentlich im Winter auf der SüdCon) unbedingt umsetzen müsste.
Die Kampagne, die Christian erarbeitet hat, ist nämlich noch längst nicht abgeschlossen. Begonnen haben wir mit ihr vergangenes Jahr auf der MittelrheinCon in Bacharach – andauern wird sie vermutlich noch ein paar Spielrunden oder alternativ eine weitere Convention.

Uns allen hat die Breuberg Con hervorragend gefallen. Wir hatten von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß und Freude. Alles ging reibungslos, jeder war freundlich und die Stimmung war großartig.

So es die Zeit zulässt, werden wir im kommenden Jahr sehr gerne wiederkommen!

 

Warst Du auch auf der Breuberg Con? Kannst Du meine Eindrücke bestätigen, oder hast Du die Con anders erlebt als ich? Ich bin gespannt auf Deinen ganz persönlichen Rückblick! 🙂

 

Rollenspielerische Grüße
Janine

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Vielen Dank dafür, dass Du meinen Beitrag gelesen hast. Ich freue mich, wenn er Dir gefallen hat und Dir weiterhilft, Dich inspiriert und Dich informiert.

Ich bin seit 1999 leidenschaftliche Fantasy-Rollenspielerin, Spielleiterin, Autorin (Romane, Ratgeber, Rollenspielabenteuer) und Illustratorin von Rollenspiel-Karten. Außerdem bin ich begeisterte Convention-Besucherin, liebe Fantasy und Phantastik und sammele gern Dinge, die ich für meine Rollenspielrunden (z.B. als Handouts) verwenden kann.

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8 Kommentare

  • dabba

    Ach ja, schön so ein(e) Con. 🙂

    Ich wollte bis 2011 eigentlich nie auf eine(n) Mıᴅɢᴀʀᴅ-Con, weil ich nicht drüber nachgedacht hatte.

    Dann war ich eines Tages bei meinem damaligen und auch noch heutigen Heimrunden-Spielleiter auf dessem Geburtstag, genauer gesagt am Samstag, den 5. Februar 2011. Mehrere Mitglieder der WestCon-Orga waren auch da. Am 6. Februar hab ich mich spontan für den WestCon angemeldet und bezahlt. Am 7. Februar hab ich mich im Midgard-Forum registriert. Am 8. Februar hab ich die Con-Anmelde-Bestätigung bekommen.

    Und so hab ich am 25. Februar 2011 meine Tasche in mein Auto geworfen und bin ganz alleine nach Bilstein gefahren. Einfach weil ich es konnte. 🙂

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    • Janine

      Lieber David,

      ich freue mich sehr über Deinen Kommentar da er zeigt, was sich alles Großartiges ergeben kann, wenn man mutig und spontan ist und sich von Anderen mitreißen lässt. Die West-Con ist mir auch noch in super schöner Erinnerung. Tolle Location, ein echtes Kaminfeuer und am Samstag zum Abendessen ein (kleines aber liebevoll umgesetztes) Ritterfestmahl. Wirklich schön 🙂 Da muss ich auch unbedingt noch einmal hin!

      Ich finde es toll, dass Dich die Veranstaltung so überzeugen konnte und Du ganz offensichtlich schöne Erfahrungen gemacht hast!

      Liebe Grüße
      Janine

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  • Jule

    Hallo Janine,

    zunächst vielen Dank für Deine wirklich sehr ausführlichen Berichte! Ich war auch auf Breuberg – auf einem Deiner Fotos bin ich sogar zu sehen, wie ich mit meiner Gruppe im Burghof spiele :).

    Zuallererst: Deiner Beschreibung und den Lobeshymnen, was die Orga und die Burg angeht, kann ich mich nur anschließen! Aber sonst unterscheiden sich unsere Con-Erlebnisse doch deutlich. Da Deinen Blog sicherlich auch Spielerinnen und Spieler lesen, die noch nie auf einem Midgard-Con waren (für mich ist es irgendwie schon immer „der“ Con), will ich auch mal ein bisschen beschreiben, was Midgard-Con (sei es Breuberg oder einer der anderen Cons) für mich – und ich glaube auch für viele andere – bedeutet.

    Warum gehe ich auf Midgard-Cons? Das hat sich irgendwie so ergeben. Ein oder zwei Mitspieler aus meiner regelmäßigen Midgard-Runde hatten immer wieder mal nachgefragt, ob jemand mitkommen will, und irgendwann hat es dann bei mir auch zeitlich gepasst. Mein erster Con war der Westcon 2011 und ich kannte dort nur zwei meiner Mitspieler, die aber auf anderem Wege hingefahren sind. Meine Mitfahrgelegenheit waren mir bis dato völlig unbekannte andere Spieler, die ich über’s Midgard-Forum aufgetrieben hatte. Ich war wahnsinnig aufgeregt – völlig zu unrecht. Ich mache es kurz – seit diesem ersten Con, bei dem mich die Midgard-Gemeinschaft so toll aufgenommen hat, fahre ich jedes Jahr auf mehrere Midgard-Cons (der einzige, auf dem ich noch nie war, ist der Nordlicht-Con und diese Lücke wird dieses Jahr geschlossen). Mittlerweile habe ich keine regelmäßige Runde mehr und spiele nur noch auf Cons bzw. privaten Wochenendtreffen mit Leuten, die ich auf den Cons kennengelernt habe. Denn viele von ihnen sind mittlerweile zu Freunden geworden, mit denen ich auch schon den einen oder anderen Urlaub verbracht habe.

    Wie habe ich also den Breuberg-Con erlebt bzw. was macht für mich einen Midgard-Con aus? Während Ihr das ganze Wochenende über in Eurer angestammten Gruppe spielt (womit Ihr sicherlich die Ausnahme seid), steht für mich die Gemeinschaft und die Abwechslung im Vordergrund. In mehreren Spielrunden (bei mir war es von Donnerstag bis Sonntag jeden Tag eine andere) mit möglichst vielen verschiedenen Spielern und Spielleitern ganz unterschiedliche Abenteuer erleben! Dabei mit liebgewonnenen Freunden, aber auch bislang Unbekannten zusammen in einer Gruppe sein. (In diesem Jahr gab es allerdings viele Überschneidungen, was daran lag, dass ich viel Midgard 1880 gespielt habe und da der Kreis der Spieler nicht so groß ist). Sich schon lange vorher auf eine Spielrunde freuen, die man übers Forum verabredet hat, oder spontan am Aushang nach einem Abenteuer Ausschau aushalten bzw. selbst eins aushängen und sich überraschen lassen, wer sich einträgt. Nach der Spielrunde noch bis spät in die Nacht im Burghof sitzen und quatschen und lachen. Mit der Stirnlampe ins Zimmer schleichen, um die Zimmermitbewohnerinnen möglichst nicht zu stören (und lieber auf der Toilette die Zähne putzen, als im Zimmer das Licht anzumachen) – und manchmal morgens nach dem Aufwachen „Mädchen-Gespräche“ führen und sich vorkommen wie vor 30 Jahren im Schullandheim. Beim Essen immer wieder mit anderen Leuten am Tisch sitzen und ein paar Worte wechseln. Und sich am Ende verabschieden und bedauern, dass man es wieder nicht geschafft hat, mit jedem und jeder, mit denen man gerne gespielt hätte, in einer Runde zu sein. Das alles macht für mich das Con-Erlebnis aus!

    So unterschiedlich können also positive Con-Erlebnisse sein! 😉 Und ich möchte allen, die überlegen, mal auf einen Midgard-Con zu fahren, nahelegen: macht es einfach mal! Ihr müsst dort niemanden kennen oder eine feste Runde haben – das findet sich dann schon!

    Viele Grüße und bis vielleicht mal auf einem Con,

    Jule

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    • Janine

      Guten Morgen liebe Jule,

      hab‘ vielen lieben Dank für Deinen tollen Kommentar. Er ist so wunderbar ausführlich, darüber freue ich mich sehr 🙂 Dass Du Deinen eigenen Eindruck des Con-Wochenendes so schön beschreibst, ist eine tolle Ergänzung zu meinem Bericht. So können besonders diejenigen Leser*Innen, die noch nie auf einer Convention waren, gleich einen noch umfassenderen Eindruck gewinnen!
      Ich verstehe Deinen Ansatz und ich finde es auch spannend, sich auf Cons mit anderen Spielern und Spielleitern auszutauschen, hier zu spielen, dort zu leiten und so ein ganz bunt gemischtes Wochenende zu erleben. Christian und ich waren auch schon häufiger ohne unsere alte Gruppe auf Cons und waren dort mit immer anderen Rollenspielern zusammen, haben heute in der einen Gruppe gespielt und geleitet, morgen in der anderen. Bloß die Erfahrung mit reinen Mädelszimmern und Mädchen-Gesprächen habe ich noch nie gemacht ^^ Ist aber sicher auch toll!

      Für uns gilt derzeit: um beides zu erleben – das Spiel in der alten, sich sonst kaum jemals treffenden, Gruppe und das Spiel mit anderen, neuen Mitspielern, ist so ein Con-Wochenende einfach zu kurz. Ich wäre ja gern direkt am nächsten Wochenende noch einmal hingefahren 😉

      Mir ist es übrigens ganz gleich, ob man „der Con“ oder „die Con“ sagt. Für mich persönlich kommt mir „die“ logisch vor, da man ja auch „die Convention“ und nicht „der Convention“ sagt (habe ich zumindest bisher noch nie mit maskulinem Artikel gehört). Und da „Con“ eine Abkürzung ist, habe ich den Artikel einfach beibehalten 😉
      Macht aber rein gar nichts, so oder so sonst Cons eine großartige Sache und ebenso wie Du kann ich jedem der sich für Rollenspiel begeistert nur empfehlen, mal eine Convention zu besuchen! 🙂

      Liebe Grüße
      Janine

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      • Jule

        Hallo Janine,

        die „der oder die Con“-Diskussion wollte ich eigentlich gar nicht lostreten. 🙂 Natürlich hast Du recht: „die Con(vention)“ ist logischer. Nur irgendwie hab ich es von Anfang an anders gehört und beibehalten. Ich wollte nur kurz erklären, warum ich „der Con“ schreibe – eigentlich ist es mir auch völlig egal. 😉

        Liebe Grüße,
        Jule

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        • Janine

          Liebe Jule,
          ach quark, da braucht es wirklich keinerlei Diskussion. Ich glaube wenn man abstimmen würde, um eine Mehrheit zu finden, wärest Du ganz klar auf der Mehrheitsseite 🙂

          Liebe Grüße
          Janine

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