Miniaturen bemalen
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Warum Du Miniaturen bemalen solltest

Auf Spieltischen, Fotos, in Gamingstores, in Magazinen, Spielzeugläden oder auf Conventions hast Du sie sicher schon gesehen: Miniaturen. Es gibt sie aus Metall (z.B. Zinn) und aus Kunststoff, hochwertig in einzelne Blister und Schutzkartons verpackt oder als Sammelset zum Auseinanderbrechen und Zusammenstecken. Es gibt hübsche und weniger ansehnliche Miniaturen, welche, die recht rudimentär ausschauen und solche, die alle Details aufweisen, die man sich nur wünschen kann. Die Größe der Miniaturen ist relativ ähnlich, sodass man die meisten Miniaturensets und -bundles problemlos miteinander kombinieren kann. Die meisten Miniaturen stehen auf Sockeln, können auf Bodenplättchen befestigt werden oder haben einen Standfuß unter der Figur integriert, sodass sie problemlos aufgestellt werden können.
Eines haben alle Miniaturen auf den ersten Blick gemeinsam: Sie sehen ziemlich einfarbig und langweilig aus. Manches Detail kann man im eintönigen Silbergrau des Metalls nur mit der Lupe erkennen oder muss die pappbraune Kunststoffminiatur fünf Mal drehen und wenden, ehe man alle Merkmale im diffusen Zwielicht einer Lampe entdeckt hat.

Kein wirklich schöner Anblick …

In diesem Blogbeitrag zeige ich Dir, wie Du Miniaturen bemalst, welches Equipment Du brauchst, welches Du optional noch verwenden kannst und welche Ergebnisse auch mit geringer Erfahrung im Bemalen von Miniaturen erreichbar sind.
Außerdem möchte ich Dich mitnehmen auf eine kleine Reise ins Land der Miniaturen – darin erfährst Du, wieso man Miniaturen im Rollenspiel einsetzen sollte und welchem Zweck sie vor allen Dingen dienen können.

Am Ende dieses Beitrags hast Du vielleicht ein neues Hobby gefunden und Deinen Spieltisch in ein farbklecksendes Designstudio für Charakter- und NSC-Miniaturen verwandelt 🙂

 

Miniaturen aus Zinn
Miniaturen aus Zinn, bemalt und einsatzbereit

 

Was ist der eigentliche Zweck der Miniaturen?

Meines Wissens nach wurden die Figuren, die es in allen nur erdenklichen Formen und Gestalten gibt, dereinst für Tabletop-Rollenspiele erfunden. Viele Einzelminiaturen oder Figurensets die man kaufen kann, gehören zu Warhammer oder Warhammer 40.k. Beide Spiele gehören zu Games Workshop, einem britischen Spielehersteller.
Games Workshop produziert Miniaturen für Fantasy- und Science Fiction Settings und hat neben den gängigen Figurentypen wie Kriegern, Rittern, Elfen, Zwergen oder Orks auch Besonderheiten im Angebot wie Baumriesen, Oger, Kriegsmaschinerie oder Tiere und Monstren.
Die meisten der Figuren werden unbemalt im Handel angeboten, manche außerdem zum selbst zusammenbauen. Die Figuren sind entweder im Set (z.B. eine ganze Kampftruppe) oder als Einzelminiaturen erhältlich. Besonders klasse finde ich, dass sich die Figuren der Sets zwar ähneln und man gleich auf den ersten Blick erkennt, dass sie zusammengehören, dass aber zusätzlich jede Figur individuell gestaltet wurde. So hält ein Krieger ein Schwert in der Hand, während es sein Kompagnon erst aus der Scheide zieht und ein Dritter gerade sin Visier richtet.
Für Tabletop-Spiel kann man die Truppenminiaturen dann ähnlich bemalen und sie als Kampftruppe oder – ja nach Anzahl – Armee oder Garnison auf dem Spielfeld platzieren.

 

Verletzter Krieger mit gezogenem Schwert
Verletzter Krieger mit gezogenem Schwert

 

Wieso werden die Miniaturen nicht bemalt verkauft?

Es ist zwar bequem, bemalte Figuren zu kaufen und diese sofort einsetzen zu können, doch individuell ist es nicht. Möchtest Du beispielsweise, dass Dein Magier eine rote Robe mit gelben Flammensymbolen trägt oder dass Dein Krieger von (so wie in meinem Foto oben) Verletzungen gezeichnet ist, Du aber ausschließlich Zaubererfiguren in genormten blauen Roben findest und Krieger in geschniegelter Rüstung, kommst Du um das Selbstbemalen nicht umhin.
Viele Tabletop-Spieler geben sich größte Mühe und stecken äußerst viel Zeit und Liebe auf, um ihre Truppen so individuell und nach ihren Vorstellungen zu gestalten, bis sie exakt zu aussehen, wie sie es sich wünschen. Da wird auf jedes Detail geguckt und von der Hautfarbe über die Gürtelschnalle bis hin zur Pupille an jedem noch so kleinen Merkmal gefeilt, bis es passt. Ich wette, niemand dieser leidenschaftlichen Miniaturenbemaler würde auf fertig bemalte Figuren zurückgreifen, nur um diese einen Spieltisch weiter abermals beim Auftritt beobachten zu können.

Im Gegensatz zu den Tabletop-Spielern benötigst Du für Deine Pen&Paper Rollenspielrunden nicht Dutzende oder gar Hunderte Figuren sondern kommst mit einigen wenigen aus. Gerade dafür lohnt sich der Aufwand des Bemalens meiner Meinung nach sehr. Da Du nicht eine ganze Armada von Miniaturen mit Farbe versehen musst, hast Du sehr viel mehr Zeit, Dich Deinen Figuren zu widmen und sie so zu gestalten, wie es Dir gefällt. Und wenn am Ende die Beschreibung Deines Charakters oder des NSCs mit dem Ergebnis Deiner Malerei übereinstimmt, dann wirst Du fortan ganz bestimmt nicht nur stolz sein sondern Dich auch jedes Mal sehr freuen, wenn Du die Figur im Spiel verwendest. Sollten sich später kleine Details an Deiner Figur ändern (wenn z.B. aus einem gelben Umhang ein grüner wird), kannst Du es mit geringem Aufwand abändern. Die Farben, die ich Dir weiter unten vorstelle, decken sehr gut, sodass Deine Korrektur meistens mit einem Farbauftrag erledigt ist.

Glaube mir, auch wenn es Dir jetzt noch so erscheinen mag, als wäre eine vorgefertigte farbige Figur genau das richtige für Dich wirst Du spätestens beim Bemalen feststellen, dass das Selbermalen nicht nur einen großen Reiz hat sondern dass sich Dein Ergebnis mit keiner gekauften Miniatur messen lassen kann!

 



Wie Du Miniaturen im Rollenspiel einsetzt

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Wenn Du Dich nun fragst, worin der Nutzen liegt, Miniaturen zu bemalen, die eigentlich zu einer anderen Art des Rollenspiels und nicht zum Pen&Paper RPG gehören, dann lass mich Dir sagen: es gibt direkt drei Einsatzzwecke, wobei einer sicherlich der wichtigste ist.

 

#1 Miniaturen auf dem Kampffeld

Du kennst sicherlich Rasterfolien, Gamerboards*, Battlemaps* und dergleichen? Diese Items bestehen zum Teil aus gerastertem Papier zum Einmal(oder wenige Male)-gebrauch, das man selbst bemalen kann, oder aus dicken gerasterten Folien, die man mit abwaschbaren Folien beschriften und mit Skizzen bemalen kann. Die Folien haben zudem den Vorteil, dass man ausgedruckte Umgebungs- oder Dungeonkarten unter sie legen und sozusagen als Hintergrundillustration nutzen kann, um die Charaktere darauf zu bewegen. Dann spart man sich das Skizzieren und hat durch die transparente Folie einen recht klaren Blick auf das entsprechende Bild.
Gamerboards dagegen bieten größten Komfort und Luxus am Spieltisch. Verschiedene gerasterte Karten können fest eingelegt werden, Magnete und anderes Zubehör lassen keine Wünsche offen.
Zu guter Letzt kann man Kampfkarten und Rasterbögen natürlich auch selbst ausdrucken oder aufzeichnen. Ob die Raster dabei eine Wabenstruktur aufweisen oder Quadratisch sind ist egal. Wichtig ist nur, dass Du festlegst, welchen Maßstab die Kästchen haben, um sie am Spieltisch perfekt nutzen zu können.

Ganz gleich, für welche Ausführung Du Dich entscheidest: In den meisten Fällen steht jedes Kästchen für einen Quadratmeter. Anhand dieser Maßeinheit können Du und Deine Spieler dann ausmessen oder abzählen, wie weit beispielsweise ein Zauberspruch reicht, wie weit der Pfeil in einer Kampfrunde fliegt oder bis wohin eine Spielfigur in einer Kampfrunde laufen könnte.

Um diese Rasterkarten im Spiel nutzen zu können, benötigst Du Gegenstände, die die Spielercharaktere und die NSCs darstellen können. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, kannst Du natürlich Papierschnipsel oder Nussschalen nummerieren, Münzen oder Spielfiguren aus der verstaubten Mensch-Ärgere-Dich-nicht-Spielebox hernehmen. Taktisch planen, Reichweiten abschätzen oder Hindernisse erkennen kann man auch so und zwar kosten- und problemlos. Einzig schwer zu erkennen ist, wo vorn sein soll und wohin sich das Ein-Cent-Stück oder die halbe Pistazienschale gerade wenden. Doch durch aufgemalte Pfeile oder andere Markierungen kann auch dieses Problem effizient und einfach beseitigt werden.
Sehr viel schöner ist es, Miniaturen für diesen Zweck herzunehmen. Am besten natürlich selbstbemalte, welche zum eigenen Spielercharakter passen. Wenn der Magier in seiner roten Flammenrobe neben dem detailliert bemalten Ork steht und man die Blickrichtung auf den ersten Blick erkennt, wirkt der Spieltisch gleich viel plastischer. Außerdem gelingen Eintauchen in das Spiel und die Vorstellung der Szenerie viel besser, wenn die visuelle Darstellung die Phantasie unterstützt.

 

Gamerboard oder Battlemap mit Miniaturen
Battlemap mit Miniaturen

 

#2 Die eigene Spielfigur in der Tasche

Wenn Du seit Jahren immer mit denselben Charakteren spielst und auch Deine Mitspieler immer dieselben sind, dann wird Dir dieser Tipp vielleicht tendenziell unbrauchbar erscheinen. Wenn Du aber häufiger die Charaktere wechselst oder oft (z.B. auf Conventions) mit fremden Mitspielern rollenspielst, könnte diese Idee vielleicht etwas für Dich sein. Vor allen Dingen dann, wenn es Dir gelungen ist, eine Miniatur zu finden, die Deinem Charakter wirklich ähnelt und Deine Bemalung Deiner Charakterbeschreibung recht nahe kommt.

Während der Spielrunde kannst Du die bemalte Figur neben Dein Charakterblatt stellen oder sie einmal um den Tisch herumreichen. Alle Spieler haben somit direkt eine gute Vorstellung davon, wie Dein Charakter aussieht, wie er die Haare trägt, wie er sich kleidet und welche Bewaffnung er mit sich führt.
Während des Spiels ermöglicht ein kurzer Blick in Deine Richtung jedem auf einen Blick sich zu erinnern, wie Deine Spielfigur ausschaut.
Außerdem ist es ein nettes Gimmick, mit dem Du ganz sicher schnell ins Gespräch mit anderen Rollenspielern kommst. Vielleicht freut sich der eine oder andere dann auch über Deine Tipps! 🙂

 

Charakterdesign als Zinnminiatur
Charakterdesign im Kleinformat

 

#3 Das Bemalen von Miniaturen als Hobby

Ich weiß gar nicht, wie viele Miniaturen Christian und ich in den vergangenen Jahren bemalt haben. Wir haben dabei einige Individualfiguren bemalt, also solche, bei denen wir uns richtig ins Zeug gelegt und uns über Tage hinweg größte Mühe gegeben haben. Diese Figuren sollten einem ganz bestimmten Design entsprechen, weshalb wir nicht nur beim Einkauf der Miniatur sehr darauf geachtet haben, die beste Figur auszuwählen, sondern vor allem beim Bemalen jedes umsetzbare Detail umgesetzt haben. Von diesen Figuren gibt es allerhöchstens zwanzig Stück bei uns.
Daneben haben wir etliche Randomfiguren bemalt. Dabei handelt es sich um NSCs, die keine bestimmten Charaktere darstellen sollen, sondern vom einfachen Strauchdieb über den Stadtgardisten bis hin zum Ork einfach „irgendein Krieger“ oder „Oger xy“ sein können. Für diese Figuren haben wir oft Sets gekauft und recht schnell hintereinander zehn Krieger oder zwanzig Dunkelelfen angemalt. Auch hier haben wir viel Wert auf Details gelegt, aber weniger darauf geachtet, einem bestimmten Konzept zu folgen oder ein konkretes Design zu erreichen. Es ging uns einfach darum, schöne Figuren zu gestalten, die jederzeit zum Einsatz kommen können. Und wenn am Ende ein einundzwanzigster Ork fehlt, wird er auf der Battlemap ganz einfach durch eine andere Figur ersetzt.

Um Miniaturen zu bemalen, bzw. um sie für unsere Zwecke und unseren Vorstellungen enstprechend zu modifizieren, haben wir etliche Dinge ausprobiert und oftmals sehr gute Erfolge verzeichnet. Manches ging natürlich auch schief, anderes ist so gelungen, dass wir es häufiger eingesetzt haben.
Wir gestalten und malen beide gern und haben somit ein tolles Hobby für graue Wintertage gefunden. Da sich die Farben lange halten und man immer wieder an den Figuren arbeiten kann, muss man sich weder eilen noch stressen und kann immer dann ein wenig malen, wenn man Lust und Zeit hat.

 

Citadel Farben zum Bemalen von Miniaturen
Citadel Farben zum Bemalen von Miniaturen

 

Miniaturen modifizieren

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Du findest keine Miniatur, die genau Deinen Vorstellungen entspricht? Du möchtest Deine Figuren noch individueller gestalten oder an Deine Vorstellungen anpassen?

Es gibt viele Wege, eine noch nicht ganz perfekte Figur zu modifizieren – das Wichtigste, das man dafür benötigt ist ein sehr guter schnell anziehender Kleber*. Und ansonsten allerlei Dinge, die Dein Haushalt oder die Natur hergeben.
Hier möchte ich Dir ein paar Tipps geben, was alles möglich ist:

 

#1 Haare

Magier mit Zahnseidenhaaren
Magier mit Zahnseidenhaaren
Magier mit Zahnseidenhaaren
Ein wunderschöner roter Pferdeschwanz

 

 

 

 

 

 

 

Die Figur die Du oben siehst war, was die Kleidung und die Pose angeht, die perfekte Wahl für einen Magier unserer Gruppe, einen Spielercharakter. Ich konnte keine Bessere finden. Leider besaß diese Miniatur eine Glatze und unser Magier trägt sehr langes, leuchtend rotes Haar.
Ich beschloss, die Figur trotzdem zu kaufen. Als Erstes trennte ich mit einer Zange den langen Zauberstab ab, den die Figur in der rechten Hand hielt und malte den Überrest an wie eine Schriftrolle. Dann fertigte ich aus Zahnseide einen geflochtenen Zopf an und malte ihn rot an. Durch die rote Farbe wurde das Flechtwerk gleich verklebt und hält bombenfest. Die andere Seite spleißte ich ein wenig auf, um es wie echtes Haar wirken zu lassen um am Kopf befestigen zu können. Hier setzte ich auf eine Mischung aus Kleber und roter Farbe, um das Ganze zum Halten zu bekommen. Nachdem die Haare ein klein wenig angetrocknet waren, bog ich den Zopf so, dass er sich perfekt in die dynamische Haltung der Figur einfügt.

 

#2 Steine und Moos

Zugegeben, einige der Standfüße und Sockel, auf denen die Miniaturen stehen, sind mir einfach zu langweilig. Ich male sich stets mit an, zeichne Gräser, Pflastersteine oder Wüstensand darauf und verleihe ihnen auf diese Weise schon ein recht ansprechendes Aussehen. Manche dieser Sockel habe ich aber auch mit winzigen Steinchen, Sand oder Moos beklebt, um ihr Aussehen noch besser an das Design meiner Figur anzupassen.

 

#3 Abtrennen und Anfügen von Gegenständen

 

Ein Ritter mit einem Umhang aus Alufolie

Ein Ritter mit einem Umhang aus Alufolie

 

Den Zauberstab, den ich dem Magier mit dem Zahnseidenhaar abgenommen habe, habe ich anschließend mit einer feinen Lederschnur umwickelt und einer anderen Miniatur über den Rücken gehängt. Leider kann ich Dir davon kein Foto zeigen, da ich die Figur verschenkt habe.

Der Ritter, den Du auf dem Foto sehen kannst, besaß zwar die perfekte Rüstung und zudem auch noch die ideale Bewaffnung. Allerdings fehlte ihm ein ganz entscheidendes Merkmal: Ein Umhang, auf dem das Logo seines Clans aufgebracht werden konnte. Da ich keine Figur fand, bei der es möglich gewesen wäre, einen Umhang schadlos abzunehmen, habe ich kurzerhand einen aus Alufolie gebastelt. Ich habe die Folie mehrfach gefaltet und die Lagen mit Kleber für Metalle zusammengeklebt. Dann habe ich den Umhang als grobe Form ausgeschnitten und an die Ritterminiatur angeklebt. Letztlich musste ich sie nur noch so formen, das sie einen halbwegs tauglich Umhang abgab und bemalten. Durch die Bemalung erhielt die Folie zusätzliche Stabilität. Selbst wenn die doch recht schwere Ritterfigur auf dem Rücken liegt, drückt sie den Umhang nicht ein.

Ansonsten gilt: Wenn Du eine Miniatur findest, an der alles perfekt ist, außer Kleinigkeiten, welche man entfernen oder hinzufügen könnte und Du zugleich eine zweite Figur findest, die genau jenen fehlenden Gegenstand besitzt, welchen man leicht abnehmen kann, kaufe Dir beide, trenne die Gegenstände vorsichtig mit einer Zange ab und tausche sie aus. So kann man z.B. Kurz- gegen Langschwerter, Dolche gegen Zauberstäbe oder Speere gegen Schriftrollen austauschen.

 

Materialien zum Miniaturenbemalen

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Klar gibt es – wie bei jedem Hobby – auch beim Miniaturenbemalen Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Materialien, Items und Zubehör, das man sich anschaffen und natürlich auch verwenden kann. Manches davon lernt man lieben und sieht es als unverzichtbar an, anderes kann man getrost beiseite legen und kauft es sicher nicht mehr nach. Und bei manchen Dingen gibt es bestimmt Leute, die darauf schwören, während Du ihre Begeisterung gar nicht verstehen kannst – und umgekehrt.

Welche Materialien ich beim Bemalen von Miniaturen bevorzuge und von denen ich denke, dass sie unabdingbar sind, zeige ich Dir jetzt.

 

Citadel-Farben und Pinsel zum Bemalen von Miniaturen
Citadel-Farben und Pinsel zum Bemalen von Miniaturen

 

#1 Miniaturen

Natürlich gehören zum Bemalen von Miniaturen erst einmal Figuren, die Du bemalen kannst. Die Figuren, die Christian und ich bisher bemalt haben, stammten ausnahmslos von Games Workshop. Wir haben sie früher in einem Comic-, Spiele- und Rollenspielgeschäft in der nächsten Stadt gekauft – in den letzten Jahren allerdings vermehrt auf das große Angebot im Internet zurückgegriffen.

Hier findest Du ein paar Beispiel-Sets:
Zwergenkavallerie*
Zwergenregiment*
Dunkelelfen-Echsenritter*
Dunkelelfenkorsaren*
Waldelfenwächter*
Elfenwache*
Ritter*
Chaos-Krieger*
Verfluchte Ritter*

#2 Farben

Um Deine Miniaturen zu bemalen, benötigst Du hochwertige und gut deckende Farben, die am besten schnell trocknen, sich mischen und bequem verarbeiten lassen und die die Effekte darstellen, die Du erzeugen möchtest. Christian und ich haben sehr gute Erfahrungen mit den Farben von Citadel gemacht. Es gibt sie nicht nur in allen erdenklichen Farben und Nuancen sondern auch mit etlichen genialen Effekten. So gibt es Farben, die Deine Miniaturen in goldenen, silbernen oder kupfernen Glanz tauchen, die geschmeidig in Vertiefungen fließen oder eine graue Oberfläche wie ein Kettenhemd schillern lassen.

Da das Angebot so riesig ist, möchte ich Dir hier nur drei Sets vorstellen, mit denen Du direkt ins Miniaturenbemalen einsteigen kannst. Weitere Farben kannst Du dann ja nach und nach ergänzen.

 

  • Das Warhammer 40.000 Essentials Set:

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  • Das (leider sehr teure aber auch sehr umfangreiche) Army Painter Set von Army Painter:

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  • Das Citadel Shade: Anthonian Camoshade Set:

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#3 Pinsel

Ohne Pinsel kannst Du Deine Farbe natürlich nicht auf Deine Miniaturen auftragen. Zwar kann man auch mit Küchenpapier und den Fingern Farben grob auf die Figuren bringen, doch eine präzise und detaillierte Bemalung ist natürlich nur mit Pinseln möglich.

Pinselset zum Bemalen von Miniaturen
Pinselset

 

Im Prinzip eignet sich jeder Pinsel zum Bemalen von Miniaturen, solange er dünn genug ist, um in das Farbtöpfchen getaucht zu werden. Aber viele normale Pinsel sind einfach viel zu dicken, zu breit oder zu weit, um wirklich exakt auf den winzigen Flächen Farbe auftragen zu können, ohne zu schmieren oder gleich die Nachbarflächen mit zu colorieren.

Es gibt spezielle Sets zum Bemalen von Miniaturen, welche sich durch besonders geeignetes Haar, eine gute Festigkeit und besonders feine Spitzen zum hochpräzisen Arbeiten auszeichnen. Christian und ich verwenden auch hier wieder Pinsel von Citadel (Du siehst sie auf einem Foto weiter oben), aber die Pinsel anderer Hersteller sind natürlich genauso gut.

Hier zeige ich Dir zwei Pinselsets, die gleich mehrere Pinsel für unterschiedliche Malerarbeiten beinhalten:

 

  • Ein Pinselset mit 10 Pinseln von GP:

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  • Ein Profi-Pinselset von Kolinsky, bestehend aus 5 Pinseln:

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#4 Schreib- und Malunterlage

Wenn man mit den oben genannten Farben malt, kann man sich über eines im Klaren sein: Sie trocknen schnell und halten nahezu ewig. Wer verspritzte und getropfte Farbe nicht sofort wegwischt, wird ein Leben lang etwas davon haben.
Somit gilt es, den Tisch auf dem man malt, vor der Farbe zu schützen. Das geht natürlich ganz simpel mit Zeitungen oder Küchenpapier. Doch ich persönlich schütze meine Arbeitsflächen am liebsten mit dauerhaften Unterlagen. Denn erstens kann ich das Arbeiten auf einer raschelnden, knisternden und eventuell reißender Zeitung nicht ausstehen und zweitens gefällt es mir nicht, dass meine Figuren auf ihr festkleben oder die Farbe das Papier aufweicht und durch die Löcher dann doch Flecken auf meinem Tisch entstehen.

Somit nutze ich, nicht nur zum Bemalen von Miniaturen, sondern auch beim Zeichnen und Illustrieren von Handouts mit Aquarellfarben oder beim Basteln mit Klebstoff, eine Schreibtischunterlage aus Kunststoff. Diese kann ich zusammenrollen, wenn ich sie nicht benötige, sie ist leicht und transparent. Außerdem kann man Vorlagen oder andere Handouts die man benötigt, darunter legen, um jederzeit einen Blick darauf zu haben, ohne sie zu bekleckern.
Farbe lässt sich leicht davon abwaschen und falls doch welche verbleiben, ist es nicht schlimm.

Diese und ähnliche Matten findest Du zum Beispiel bei Amazon. Und die meisten sind recht günstig.

 

Hier ist das Modell, das ich derzeit verwende:

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Ich wünsche Dir jede Menge Spaß beim Finden eines neuen Hobbys, beim Bemalen Deiner Miniaturen und beim Einsatz der fertigen Miniaturen auf Deiner nächsten Battlemap!

Wenn Du möchtest, kannst Du mir gern ein Foto Deiner fertig bemalten Miniaturen schicken – ich poste sie dann gern als Beispiel in diese Beitrag!

Rollenspielerische Grüße
Janine

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Vielen Dank dafür, dass Du meinen Beitrag gelesen hast. Ich freue mich, wenn er Dir gefallen hat und Dir weiterhilft, Dich inspiriert und Dich informiert.

Ich bin seit 1999 leidenschaftliche Fantasy-Rollenspielerin, Spielleiterin, Autorin (Romane, Ratgeber, Rollenspielabenteuer) und Illustratorin von Rollenspiel-Karten. Außerdem bin ich begeisterte Convention-Besucherin, liebe Fantasy und Phantastik und sammele gern Dinge, die ich für meine Rollenspielrunden (z.B. als Handouts) verwenden kann.

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